Reitplatzbau

Wir stellen die beiden Baumethoden und Materialien nachfolgend gegenüber:

1. Drainage (Zur Abführung des Stauwassers im Aufbau des Reitplatzes) Herkömmliche Methode: Die Lebensdauer einer Drainage ist begrenzt und hängt von der Wartung ab (Spülen). Die Rohre verschlämmen mit der Zeit, da sich Ausspülungen aus den oberen Schichten in den Rohren absetzen. Bei dem Bau einer Drainage ist immer zu bedenken, dass auch eine Vorflut zu Verfügung steht, wohin das anfallende Sickerwasser abgeführt werden kann. Dies kann mit kostenaufwändigen Rohverlegungen verbunden sein, da der nächstmögliche Graben nicht immer unmittelbar am zu bauenden Reitplatz liegt.

Unsere Methode aus Naturwattsand: Eine Drainage ist bei einem Wattsandreitplatz nicht erforderlich, da das Wasser im Wattsand gebraucht wird. Mit dem Wassergehalt ist sehr einfach die Trittfestigkeit einzustellen wie Sie bei den verschiedenen Reitsportarten benötigt wird. Es ist kein aufwändiges Auf- und Abtragen der Tretschicht erforderlich.

2. Tragschicht (Tragfähiger wasserdurchlässiger Untergrund) Herkömmliche Methode: Unter der Tragschicht ist immer der Einbau einer Drainage nötig. Diese muss aus einem wasserdurchlässigen Schotter oder Recycling erstellt werden, damit eine Wasserabführung zur Drainage erfolgen kann. Die Verwendung von Recycling ist bedeutend günstiger als Schotter, aber die spätere Entsorgung ist kostenmäßig sehr viel höher. Unsere Methode aus Naturwattsand: Eine herkömmliche Tragschicht aus Schotter oder Recycling ist bei einem Wattsandreitplatz in dieser Form nicht vorhanden, da die Trag- und Tretschicht hier aus dem gleichen Material besteht. Die Aufbaustärke wird individuell nach der Festigkeit des Untergrundes angepasst und bewegt sich zwischen 15-30 cm. Bei sehr trockenen Untergründen besteht die Möglichkeit dieses in 2 Schichten einzubauen, wobei die untere Schicht einen höheren Tonanteil beinhaltet, um die Feuchtigkeit lange und gleichmäßig zu speichern.

3. Trennschicht (Vlies vernähen oder Lochplatten verlegen) Herkömmliche Methode: Die Trennschicht sorgt dafür, dass sich die Tragschicht nicht mit der Tretschicht vermischt. Sie muss aus einem kubischen Material erstellt werden, so dass eine hohe Festigkeit entsteht, aber ebenfalls die Wasserdurchlässigkeit gegeben ist. Es kann ein sehr teurer Naturbrechsand verwendet werden, alternativ wird aber überwiegend ein Recyclingbrechsand verwendet. Hier kommt wieder der Umweltaspekt zum tragen. Um eine Vermischung gänzlich zu vermeiden wird von Firmen auch ein Trennvlies über die gesamte Fläche verlegt. Dieses muss wiederum vernäht und gespannt werden, so dass sich keine Nahtstellen nach oben arbeiten können. Die Varianten aus Brechsand und Vlies bergen die Gefahr, dass Ausspülungen aus der Tretschicht zur Verschlämmung der Trennschicht führen und somit das Wasser nicht mehr in den Untergrund abgleitet werden kann. Dieses kann vermieden werden wenn eine Verlegung von Rastermatten erfolgt, die mit einem wasserdurchlässigen Sand befüllt werden, der nicht verdichtet werden braucht. Unsere Methode aus Naturwattsand: Es wird keine Trennschicht benötigt, da der Aufbau durchgehend aus dem gleichen Material besteht. Der Vorteil besteht darin, dass keine Steine aus der herkömmlichen Tragschicht in die Tretschicht gelangen können.

4. Tretschicht (Aus Sand oder Hackschnitzeln vermischt mit Textilfasern (Teppichresten)) Teppichreste müssen beim Rückbau der Sonderentsorgung zugeführt werden, daher entstehen dort erhebliche Kosten. Herkömmliche Methode: Die Tretschicht besteht aus Sand in einer kubischen Form der in Kiesgruben gewonnen wird (scharfkantige gebrochene Form). Hieraus kann die Ableitung gewonnen werden, dass dies erhebliche Abriebe auf die Hufsohlen der Pferde nimmt. In die Tretschicht werden oftmals Hackschnitzel zur Bindung von Wasser und zur Lockerung eingearbeitet. Bei zu weichen Holzarten besteht die Gefahr, dass diese schnell verrotten und sich somit schnell Bakterien verbreiten. Bei zu harten Holzsorten ist die Unfallgefahr durch Holzsplitter für Pferd und Reiter sehr hoch. Die Einbaustärke der Tretschicht ist abhängig von den ausgeübten Reitsportarten die auf dem Platz stattfinden. Sie bewegt sich zwischen 9-13 cm. Das wiederum bedeutet ein regelmäßiges Planieren des Platzes um die Schichtstärke zu erhalten, die für eine gleichmäßige Bereitbarkeit erforderlich ist. Unsere Methode aus Naturwattsand: Eine Wattsandtretschicht besteht aus Meeressand, der durch die Ebbe- und Flutbewegungen zu einem runden Korn geschliffen wurde. Dadurch entsteht kaum Abrieb auf die Pferdehufe. Außerdem beinhaltet der Wattsand einen geringen Anteil an Ton zur Wasserspeicherung und wird ohne Beimengung von Zusatzstoffen jeglicher Art verarbeitet. Da die Tret-, Trenn- und Tragschicht aus dem gleichen Material bestehen ist nicht die Gefahr gegeben, dass sich die Tretschicht ausdünnt. Damit ist eine stetige Bereitbarkeit bei geringer Pflege gewährleistet.

Fazit: Der Turnierreiter und der Freizeitreiter wissen einen guten Reitplatz zu schätzen. Trittsicher, elastisch und stabil soll er sein, damit die Gesundheit des Sportpartners Pferd erhalten bleibt und die Qualität des Reitens voll zur Geltung kommt. Die Anforderungen an einen Boden sind enorm hoch. Bei Außenplätzen kommt die Wetterproblematik hinzu. Der Platz sollte ganzjährig und möglichst bei jedem Wetter bereitbar sein. Egal ob draußen oder in der Halle: Der Boden muss möglichst langlebig sein.

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